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Geschichte

Pfahlbauer
Rund um 5000 v. Chr. haben sich die ersten Pfahlbauer im Dreiseen-Land niedergelassen.
Um das Jahr 3850 v. Chr. entstanden in die ersten Siedlungen. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte entstanden nach und nach über 22 neu erbaute Dörfer. Im Bezug auf den Lindenhof ist dies insofern relevant, weil auf dem von van der Veers bewirtschafteten Land damals auch schon Ackerbau betrieben wurde.

Helvetier
Die Helvetier sind ein keltischer Stamm, der im 2. Jahrhundert im Gebiet zwischen Rhein, Donau und Main ansässig war und von dort aufgrund vordringender germanischer Stämme in das Gebiet der heutigen Nordwestschweiz, so auch ins Dreiseen-Land, ausweichen mussten. Diesem Aufenthalt verdankt die Schweiz ihren lateinischen Namen Confoederatio Helvetica (CH).
Im Seeland erinnern insbesondere Funde auf den Hügeln zwischen dem Bieler-, Neuenburger- und Murtensee (Mont Vully, Jolimont und Sankt Jodel bei Ins) von den Helvetiern, die auf dem Mont-Vully ihren Hauptort (Oppidum) hatten.

Römer
Im Dezember 1999 pflügt Hindrik van der Veer in der Nähe des Lindenhofs sein Land. Und plötzlich stösst er auf das alte Rom: Er findet ein Säulenfragment mit 39cm Durchmesser und 79cm Höhe. Archäologen schätzen, dass die ursprüngliche Säulenhöhe 2,70 bis 4,00 m betragen haben dürfte. Das antike Säulenfragment wurde, wie das durchgehende Loch und die Perforationen an einem Ende nahe legen, in Zweitverwendung als Walze benutzt.

Im September 2002 pflügt Hindrik van der Veer im gleichen Acker ein weiteres Architekturfragment hoch. Es handelt sich um ein flaches Stück aus Jurakalkstein, aus dem eine längs verlaufende Rinne ausgemeisselt wurde (Abb. 322).

Die beiden Architekturfragmente stehen vermutlich im Zusammenhang mit dem römischen Gutshof, der von Oberst Schwab in der Flur Greuss vermutet wurde. Auf den Luftbildern des trockenen Sommers 1976 (Abb. 323) zeigen sich denn auch in den Fluren Brüell und Eyacher geradlinige Verfärbungen, die durchaus zu einer Gutshofanlage aus römischen Zeiten gehören könnten.

Neuzeit
Das Seeland verdankt seine Entwicklung dem Bahn- und Strassenbau des letzten Jahrhunderts, denn vorher war es nahezu unbedeutend. Von wegweisender Wirkung war der Eisenbahnbau, der aber nur möglich wurde, weil die Juragewässerkorrektion durchgeführt wurde.
Mehr über die Juragewässerkorrektion finden Sie hier >> (Wikipedia)

Lindenhof
Das Bauernhaus «Lindenhof» wurde 1950 an Stelle eines Vorgängerbaus von 1810 erbaut. Es ist ein stattlicher, gemischt konstruierter Bau, in welchen Teile des Tenns von 1810 integriert sind. Erwähnenswert ist auch der grosse Gewölbekeller in qualitätvollem Türgericht aus Hauterivestein. Der Lindenhof ist ein eindrückliches Beispiel für die gepflegte, dem traditionalistischen Formengut verpflichteten Bauernhausarchitektur des späten Heimatstils (Richtlinien Bauinventar = erhaltenswert).
Das Ofenhaus-Stöckli von 1819 ist ein zierlicher, schlank proportionierter Baukörper. Über dem gemauerten Ofenhaus prangt ein peristylartig vorgezogenes Wohngeschoss in Sichtfachwerk mit währschaften Eckständern. Sehr schöne Details, z.B. Elemente aus dem Spätbarock (Richtlinien Bauinventar = schützenswert).



by moxi